Übersicht der Kalenderblätter:


"Es tritt aus dem Wald, den Kopf Richtung Himmel.
Bein oder Holz, Tier oder Baum - wer soll das entscheiden?"

Bild und Text von Alcina vom Steinsberg


Bild und Gestaltung: Weezzle


Alle geistige Berührung gleicht der Berührung eines Zauberstabes.
Alles kann zum Zuaberwerkzeug werden.

Bild und Bildgestaltung: Tamsyn
Text: Novalis


Bild: Angie
Text: Eudard Mörike


Something there is that doesn't love a wall,
That wants it down! I could say "Elves"...

Bild: Leliha
Text: Robert Frost, Mending Walls


Der gemeine Wiesengnom (a. lat. Gnomus wiesus officinalis) ist ein sehr alter Vertreter einer nahezu ausgestorbenen Gattung von magischen Wesen.

Menschen erscheint der scheue Bewohner so mancher Parkanlagen nur sehr selten. Die größte Chance einen Vertreter seiner Art zu sehen hat man um die Mittagszeit, wenn der nur 7-10 cm große Wiesengnom sich über die Rasenfläche empor streckt um ein Sonnenbad zu nehmen und Energie zu tanken. Denn die kleinen Wesen sind photosynthetisch und beziehen ihre Energie aus der Sonneneinstrahlung.
Ansonsten tarnt er sich unauffällig im gleichmäßig wachsenden Gras. Was nicht besonders schwer ist, da er sich einem Chamäleon gleich seiner Umgebung anpassen kann. So wurde jüngst auch von einem gelb-roten Exemplar berichtet, dass auf einer von Herbstlaub überschichteten Wiese entdeckt worden war.

Die kleinen Gnome sind sehr scheue Individuen weshalb in der Wissenschaft noch keine genauen Kenntnisse über ihre Vermehrung bekannt sind. Vermutet wird aber, dass sie sich wenigstens zum Teil über Sprossung (ähnlich Erdbeeren) vermehren.

Natürliche Feinde: Rasenmäher


Bild und Text: Lepitera


"Wald ist überflüssig.
Auf anderen Planeten gibt es auch keine Bäume".

Bild: TheVirginian
Text: Gilberto Mestrino, brasilianischer Politiker, Gouverneur von Amazonas


Bild: Leliha
Text: Tolkien, Herr der Ringe


"Wenn der Wald sich zur Ruhe begibt, bleibt einer, um ihn zu bewachen."

Bild, Text und Gestaltung: WatchersGoddess


Es gibt Momente, bar jeder Magie. Die morgenmüden Gesichter in der U-Bahn. Der ausgelaufene Yoghurt in der Handtasche. Eine gerissene Mülltüte auf dem Weg durchs Treppenhaus. Und es gibt Augenblicke, in denen Zauberei so nahe zu sein scheint, als würde nur ein dünnes Häutchen die Welt unter meinen Füßen von der in meinem Kopf trennen. In diesen magischen Moment ist es sehr wohl möglich, dass ich nicht über einen Teppich aus leeren Bucheckernhülsen spaziere, sondern in Wahrheit in jeder der kleinen Nussschalen eine Elfe reift, bereit bei der kleinsten Berührung zu schlüpfen. Auf den Wurzeln der Blutbuche könnte anstatt meiner genauso gut ein grüngesichtiger Waldbewohner mit spitzen Ohren sitzen, die Stirn im ehrerbietigen Gruß an die rissige Haut des Baumes gelegt.

Wenn ich dann die Augen schließe, glaube ich fast den Rauch ferner Feuer zu riechen und einen aromatischen Tabakqualm, der zweifellos einer kunstvoll geschnitzten Pfeife mit geschwungenem Hals entsteigt. Ich sammle rotes Weinlaub und stachelige Esskastanien für meinen überfüllten Schreibtisch, insgeheim überzeugt, dass sie genauso gut aus einem verwunschenen Wald, wie aus dem nahen Park stammen könnten. Der Herbst scheint meine magischen Launen zu beflügeln, mit seiner breiten Farbpalette, seiner Vielzahl an Nüssen und frühen, nebeligen Abenden. Kein Altweibersommer mehr, sondern der Torwächter des nahen Winters. Mitunter Regen ertränkte Wochen, aber war es nicht gerade eine solche Regennacht, durch die die Hobbits zum "Tänzelnden Pony" eilten? In der Meggie das erste Mal auf Staubfinger traf? Wenn ich im Dunkeln im Bett liege, flüstern die Tropfen auf meinem Balkon sich nicht gegenseitig Geheimnisse zu, in der einen Sekunde bevor sie zerplatzen?

Ich hetze aus der U-Bahn. Mein grüner Mantel ist schon zu dünn für den voranschreitenden Herbst, fast freue ich mich auf die Wärme, an meinem lärmumfluteten Informationsschalter. Die schweren Holztüren schwingen nur widerwillig auf und in der Halle muss ich den Besuchern mehrmals in letzter Sekunde ausweichen. Meine Absätze hämmern einen Stakkato auf den Boden. Er hallt bis zum Kreuzgewölbe der Decke empor und ich bin nicht nur umgeben von Landfrauengruppen und Schülern, sondern auch von massigen Sandsteinsäulen und schmiedeeisernen Drachen am Tor. Als ich den Schalter erreiche, sieht meine Kollegen nicht vom Bildschirm auf. “Das Echo deiner Schritte kündigt dich an!” Ein kurzer Blick verrät mir, dass sie heimlich Fanfiktions liest. Vor dem Schalter wartet eine Schulklasse, die etwas über gotische Architektur lernen soll. Eines der Mädchen lachend: “Boah, wie die große Halle bei Harry Potter!”

Mein Alltag ist voller Magie.


Text: Elementargeist


"Wenn die Gestirne sich zusammenschließen, um die Nacht in Sonnenlicht zu tauchen,
so tragen sie eine Elfe des heiligen Abends mit sich auf die Erde."

Bild, Text und Gestaltung: WatchersGoddess


Bild: artis.magica


Die beteiligten Alraunen freuen sich natürlich auch über Feedback!